Ausgabe 5/2017 – Emotionen verstehen

Inhaltsverzeichnis

Sie suchen das Inhaltsverzeichnis einer älteren Ausgabe von Changement-Magazin? Hier finden Sie eine Übersicht aller früheren Ausgaben.

Editorial

„Die Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten. Alles andere ist Psychologie“, wusste der Altmeister André Kostolany. Wenn bereits der auf rationale Entscheidungen getrimmte Aktienmarkt viele weiche Stellen aufweist, dann kann das Softe im Change Management niemanden überraschen. In dieser Ausgabe sehen wir uns die emotionale Dimension bei Veränderungsprozessen genauer an und beleuchten zwei der wichtigsten menschlichen Gefühle in Zeiten des Wandels. Thema Vertrauen: Hierzu haben wir uns mit der Vertrauensforscherin Antoinette Weibel aus St. Gallen ausgetauscht (ab Seite 33). Thema Angst: Darüber haben wir mit Borwin Bandelow gesprochen, der als deutscher „Angstpapst“ gilt (ab Seite 30). In der Rubrik „Science for Work“ zeigen wir wesentliche psychologische Erkenntnisse des Nobelpreisträgers Daniel Kahneman in Bezug auf das Change Management (ab Seite 38). Nicht nur bei ihm heißt es, bei manchen Menschen sitze das wichtigste Gefühl im Portemonnaie. Über die (de-)motivierende Funktion von Geld debattieren in der Rubrik „Kontraste“ Marcus Veit und Reinhard Sprenger (ab Seite 15). Die „soft side of change“ wird auch in zwei Veränderungsstories deutlich. Die Etablierung einer Innovationskultur beschreibt Mareike Buckmann am Beispiel der Telekommunikationsbranche. Bei Vodafone zeigt sich, dass 80 Prozent Umsetzung besser als 100 Prozent Perfektion im fernen Übermorgen und noch viel besser als ein Innovationsstau infolge fehlender Veränderungsfähigkeit sind (ab Seite 6). Zu grundlegenden Umbrüchen in einem Familienunternehmen erhalten wir Insights von Johannes Pieroth. Wenn Eigentum und Verwandtschaft zusammenkommen, braucht es trotz vieler Gefühle einen kühlen Kopf. Was übrigens auch für Start-ups gilt, wo sich meist Eigentum und Freundschaft treffen (ab Seite 26). „Change Manager müssen die Augen der Menschen auf die Lorbeeren lenken“, meint die Harvard Professorin Rosabeth Moss Kanter – übrigens in einem Beitrag, der bereits 2001 von „succeeding in the digital culture“ handelte. „Damit sie den Wert des Wandels jenseits der Entbehrungen, die er ihnen abverlangt, erkennen, sodass sie die Belohnung sehen, die am Ende auf sie wartet.“ Ein solcher, oft langer Weg und sein ferner Lohn können nicht ohne Rücksicht auf basic instincts wie Angst, Vertrauen und das Portemonnaie angegangen werden.


changement
Inhaltsverzeichnis
05
28.7.2017
Corporate culture

Serendipity – Dem Zufall auf die Sprünge helfen
Prof. Dr. Sascha Friesike

 „Die haben doch einfach Glück gehabt“, sagen wir uns, wenn andere eine erfolgreiche Entdeckung gemacht haben. Der Begriff Serendipity beschreibt einen solchen Zufallsfund. Doch mit Glück allein können wir Serendipity nicht erklären. Viel eher ist es eine Kombination aus Beobachtungsgabe und der Hartnäckigkeit, etwas Gefundenem auf den Grund zu gehen. Und da Serendipity nur bedingt mit Glück zu tun hat, können wir dem Zufall in gewisser Weise auf die Sprünge helfen.

4 ‑ 5, CM1266463


Vodafone: Veränderungsfähigkeit statt Change-Projekte
Mareike Buckmann

Wettbewerbsfähigkeit bedeutet, innovativer als andere zu sein. Die Digitalisierung verändert die Märkte und das Kundenverhalten. Sie ermöglicht neue Geschäftsmodelle, gerade in der Telekommunikation. Um diese Chance zu nutzen, hat sich Vodafone auf dem Weg zur Gigabit-Company einer tief greifenden Transformation verschrieben. Den Prozess und seine Konsequenzen beschreibt dieses Fallbeispiel.

6 ‑ 10, CM1266465


Change-Kommunikation: Die Wahl der Location
Prof. Dr. Thomas Apitzsch / Lutz Vespermann

Bei der Planung eines Events zur Change-Kommunikation ist die Festlegung des Veranstaltungsorts eine der wichtigsten Aufgaben. Was gibt es bei der Auswahl einer Location zu beachten? Wie beeinflusst der Raum die Stimmungen und die Botschaften? Welche Örtlichkeiten kommen überhaupt infrage? Zwei Experten geben einen Überblick.

11 ‑ 13, CM1266468

Leadership
Insights
Emotionen
Toolkit

Kahneman durch die Change-Brille
Martin Claßen

Der Psychologe, Verhaltensökonom und Nobelpreisträger Daniel Kahneman hat sich in seinen empirischen Forschungen auch mit Change Management beschäftigt. Der Beitrag zeigt acht wesentliche Erkenntnisse. Kahnemans Buch war bei Erscheinen vor fünf Jahren ein Großereignis und eroberte die Bestsellerlisten. Auch heute noch gelten die durch evidenzbasierte Analysen ermittelten Erkenntnisse als maßgeblich für das Verständnis des menschlichen Denkens und Handelns. Die Kahnemanschen Befunde bieten somit wichtige Anhaltspunkte für die Gestaltung des Wandels.

38 ‑ 39, CM1266489


Change Monitoring – Teil 1
Dr. Jan Neumann / Prof. Dr. Susanne Rank

Einer der klassischen Thesen im Business kann sich das Change Management nicht entziehen: Was nicht gemessen wird, kann auch nicht gemanagt werden. Den Verantwortlichen von Veränderungsprojekten werden immer wieder zwei herausfordernde Fragen gestellt: „Wie messen Sie den Umsetzungserfolg?“ und „Woher wissen Sie, ob ein Instrument wirken wird?“ Dieser Beitrag ist der Auftakt einer dreiteiligen Serie zum Change Monitoring. Er beschreibt die Ziele und den Nutzen von Change Monitoring sowie dessen Hindernisse und Schwierigkeiten.

40 ‑ 42, CM1266491


Rollen im Change Management: Lenkungsausschuss
Martin Claßen

Veränderungsprozesse werden von Akteuren im und um das Unternehmen initiiert und ausgeführt. Dabei gibt es verschiedene relevante Rollen, die wir Ihnen hier präsentieren. In dieser Ausgabe geht es um den Lenkungsausschuss.

43, CM1266493

Top