Ausgabe 1/2016 – Widerstand konstruktiv begegnen

Inhaltsverzeichnis

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Editorial

Wer sich umblickt, stellt schnell fest: Es geht überall um Veränderung. Darum, wie richtige Lösungen für die Zukunft aussehen. Warum Stillstand über Nacht zum Rückschritt wird. Wann der beste Moment da ist, die meiste Energie, der größte Hebel für Innovationen. Auf welche Weise eine Business-Transformation so gestaltet wird, dass ihre Umsetzung gelingt – ohne zeitliche Verzögerung („in time“), inhaltliche Versäumnisse („on target“) oder finanzielle Überziehung („at budget“). Was die Verantwortlichen im Change Management deshalb unbedingt machen sollen und was auf keinen Fall. Und warum Widerstand keine Ausrede für Aufschub, Verzögerung oder gar Unterlassung sein darf. Es geht aber auch darum, wie vielversprechende Anläufe, Dinge zu verändern, verzockt und verbockt werden. changement! wird die vielfältigen Aspekte der aktiven und erfolgreichen Gestaltung von Veränderungsprozessen beleuchten: neunmal im Jahr, alle zwei Monate plus drei Schwerpunktausgaben zu besonders drängenden Themen. Wir wenden uns dabei an Fach- und Führungskräfte im Unternehmen, die Tag für Tag und oft bis in den langen Abend hinein Veränderungen in ihren Verantwortungsbereichen voranbringen. Ihnen zeigen wir bewährte Vorgehensweisen zur Anwendung vor Ort. Im Change Management gibt es keine Zauberformeln, Patentrezepte, Allheilmittel, auch wenn dies gelegentlich behauptet wird. Der Erfolg hängt stets von verschiedenen Faktoren ab, von den Zielen, den Akteuren, den Umständen. Aber es gibt konkrete Empfehlungen und kluge Fingerzeige von erfahrenen Praktikern – und die stellen wir in changement! vor. So berichten wir gleich in dieser ersten Ausgabe über die persönlichen Erfahrungen von Lutz Schüler, CEO von Unitymedia, mit der Organisationsentwicklung unter seiner Ägide. Wir zeigen mit den klaren Worten des Überzeugungstäters Thomas Sattelberger die Gratwanderung zwischen breiter Partizipation und Top-down-Vorgaben. Entlarven im Gespräch mit dem deutschen Coaching-Papst Wolfgang Looss die Beliebigkeit gängiger Schlagworte vieler Szenedarsteller. Beschäftigen uns am Beispiel der Produktionsplanung von Audi mit der erprobten Vorgehensweise für kontinuierlichen Wandel und im Beitrag einer Top-Strategieberatung mit dem stimmigen Vorgehen bei der Veränderung von Geschäftsmodellen. Weitere Themen sind die Erfolgsfaktoren bei Mitarbeitergesprächen in Veränderungsprozessen, die Entwicklung einer konstruktiven Fehlerkultur als Basis für den Fortschritt und noch einiges mehr. Übrigens bedeutet changement! auch für mich eine gewisse Veränderung, eine Erweiterung meines Tuns. So wirke ich als Chefredakteur in maßgeblicher Rolle mit – neben meiner fortdauernden Arbeit als Berater für Unternehmen. Lassen Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Redaktion, unseren Beirat und mich wissen, welche Themen rund um das Change Management für Sie besonders interessant sind. Damit Sie nach der Lektüre noch besser auf Ihre künftigen Herausforderungen vorbereitet sind.


changement
Inhaltsverzeichnis
01
28.11.2016
Corporate culture

Unternehmenstransformation: Auf das Umfeld kommt es an
Prof. Dr. Rainer Strack / Carsten von der Linden / Dr. Susanne Dyrchs

Der große Innovationsschub der Digitalisierung liegt erst noch vor uns. Unternehmen aller Branchen müssen sich neu erfinden, um auch in Zukunft bestehen zu können. Aus ihrer Projekterfahrung bei digitalen Transforma-tionen ziehen drei Strategieberater eine aus dieser Feder überraschende, aber eindeutige Bilanz: Der Blick wird von den Ideen, den Märkten und der Technologie auf die Organisation gelenkt. Die durchdachte Gestaltung des Arbeitsumfelds spielt für den Umsetzungserfolg die größte Rolle.

4 ‑ 7, CM1267611


Die Gestaltung einer konstruktiven Fehlerkultur: Was Führungskräfte von Piloten lernen können
Prof. Dr. Stephanie Rascher

Fehler passieren – mit unterschiedlichen Folgen. Unterläuft uns im Privatleben ein Fehltritt, können wir darüber oft schmunzeln. Passiert er jedoch am Arbeitsplatz, beginnt meist reflexartig die Suche nach dem oder den Schuldigen. Das führt dazu, dass Fehler vertuscht oder anderen in die Schuhe geschoben werden. Die Chance zur bewussten Fehler-analyse, aus der die gesamte Organisation lernen könnte, bleibt fast immer ungenutzt. In Hochrisikobranchen wie der zivilen Luftfahrt, in der Fehler dramatische Konsequenzen haben können, werden bereits seit Längerem Konzepte entwickelt, um Fehlerquellen zu minimieren, sicheres Handeln zu gewährleisten und den „Faktor Mensch“ angemessen zu berücksichtigen. Erfolgsprinzipien, die sich dort bewährt haben, lassen sich in anderen Branchen erfolgreich umsetzen – gerade auch bei Veränderungsprozessen.

8 ‑ 10, CM1267614

New work
Leadership

Modernisierter Klassiker: Mitarbeitergespräche zeitgemäß führen
Prof. Dr. Christian Gärtner

Mitarbeitergespräche sind ein wesentliches Element der Personalführung und gerade in Transformationsphasen unumgänglich. Allerdings gibt es an der Art und Weise, wie diese Gespräche üblicherweise geführt werden, berechtigte Kritik. Viele Unternehmen verzichten daher inzwischen aus gutem Grund auf den klassischen Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Das bedeutet jedoch nicht, dass Mitarbeitergespräche gänzlich entfallen – sie sollten aber zeitgemäß gestaltet werden.

14 ‑ 16, CM1267617


Widerstand auf Führungsebene
Felicitas von Kyaw / Alexander Frank

In jeder Ausgabe stellen wir Ihnen einen Fall vor und bitten zwei Change-Management-Profis, uns ihre persönliche Lösung mitzuteilen. Dieses Mal befassen sich Felicitas von Kyaw, HR Vice President von Vattenfall, und Alexander Frank, Senior Director Organizational Development & Transformation Catalyst bei Sanofi, mit dem Thema Widerstand.

17 ‑ 19, CM1267619


Veränderungsprozesse im Spannungsfeld: Top-down oder Partizipation?
Dr. h.c. Thomas Sattelberger

Bei Veränderungsprozessen stellt sich die Wahl zwischen klaren Ansagen aus dem Top-Management einerseits und einer breiten Beteiligung der Betroffenen andererseits. Die Frage, welche Vorgehensweise die richtige ist, lässt sich nicht abschließend beantworten – zumal persönliche Überzeugungen, Erfahrungen und Wünsche hier eine Rolle spielen. Das wird im Gespräch zwischen Chefredakteur Martin Claßen und Thomas Sattelberger deutlich. Der langjährige Konzernvorstand gibt dennoch klare Empfehlungen aus einer sehr persönlichen Perspektive.

20 ‑ 23, CM1267620

Skills
Insights
Toolkit

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