Ausgabe 06/2020 – Zukunftsfähig?

Inhaltsverzeichnis

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Editorial

Nachhaltigkeit – das ist so ein Thema, das alle wichtig finden. Eine intakte Umwelt, die Bewahrung der biologischen Vielfalt, eine hohe Lebensqualität für die Menschen – wer könnte etwas dagegen haben? 2015 verabschiedete die UN-Vollversammlung die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Ziele gibt es beispielsweise in Bereichen wie Klimaschutz und verantwortungsvolles Konsum- und Produktionsverhalten. Es versteht sich von selbst, dass die Unternehmen hier einen erheblichen Beitrag leisten können und müssen. Diesbezüglich ist aber noch viel Luft nach oben. Vieles bewegt sich im PR-Bereich, oftmals werden kleine CSR-Initiativen ins Rampenlicht gezerrt, ohne einen wirklichen Wandel anzustoßen. Dazu könnte unter anderem gehören, Nachhaltigkeit mit in die Strategie aufzunehmen und entsprechende Ziele abzuleiten, die genauso wichtig und verbindlich sind wie ökonomische Ziele. Wachstum ist per se nicht schlecht, schließlich brauchen wir unter anderem Investitionen und Innovationen, um Umwelt- und soziale Probleme zu lösen. Wir müssen aber weg vom kurzfristigen Denken und weg von der Fokussierung auf Quartalsberichte. Und Unternehmen müssen wirkliche Verantwortung hinsichtlich der Erzeugung ihrer Produkte übernehmen. „Es liegt in der Verantwortung von Unternehmen, Mensch und Natur keinen Schaden zuzufügen bzw. für den verursachten Schaden selbst aufzukommen“, sagt Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz im Interview. Und das gilt für uns alle. Die billigen Flugreisen sind hier ein plastisches Beispiel. Allein die Einsicht wird jedoch den großen Ruck nicht bringen. Der Nutzen bzw. der Schaden aufgrund eines nicht-nachhaltigen Handelns muss unmittelbar erlebbar oder in absehbarer Zeit spürbar sein. Aus diesem Grund war die Ankündigung von Larry Fink, Vorstandschef des mächtigen Vermögensverwalters Blackrock, Anfang des Jahres so spannend. Man wolle künftig Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil der Portfoliokonstruktion und des Risikomanagements machen und sich von Anlagen trennen, die ein erhebliches Nachhaltigkeitsrisiko darstellten, schrieb Fink in einem Brief an Vorstände von Unternehmen. Wer sich also nicht um Nachhaltigkeit kümmert, könnte Probleme mit Investoren bekommen. Und dann tut es weh. Und auch die Politik muss unbequemer werden – uns allen gegenüber. Es muss weh tun. Leider. Mehr Nachhaltigkeitsmanagement ist aber ebenfalls eine Chance für Unternehmen. Die Möglichkeiten liegen in neuen Geschäftsmodellen und dem Erschließen von Wachstumspotenzialen. Gerade die junge Generation fordert nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zunehmend ein – als Mitarbeiter und als Kunden. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit – das sind keine Gegensätze mehr. Und die Sehnsucht in der Gesellschaft nach einem Einklang von beidem ist aufgrund der Corona-Pandemie noch größer geworden.

Jan C. Weilbacher


changement

Zukunftsfähig

Schwerpunkt: Der Weg zum nachhaltigen Unternehmen

Jetzt bestellen: 21,– Euro (auch als PDF erhältlich)

Inhaltsverzeichnis
06
28.8.2020
Aufgespießt
Toolkit

Quellen der Inspiration: Volker Baisch
Volker Baisch

Wir fragen Menschen nach ihren Quellen der Inspiration und bitten sie, fünf davon mit uns zu teilen. Volker Baisch kann gut auf dem Fahrrad entlang der Elbe abschalten, liebt das nördlichste Bundesland und zählt seine Familie sowie einen Männerkreis zu seinen wichtigsten Inspirations- und Kraftquellen.

5, CM1342340

Gemeinsam aus der Zukunft schauen
Dr. Britta Müller / Dr. Herman Küster

Wie gestaltet man gemeinsame, starke Zielbilder für eine unsichere Zukunft? Zukunftsforscher Matthias Horx lieferte mit seinem Artikel „Die Welt nach Corona“ den methodischen Impuls der Regnose. Übersetzt in vier praktische Durchführungsschritte lässt sich dieses Tool im Unternehmenskontext zur co-kreativen Gestaltung von Zielbildern und entsprechenden Umsetzungspfaden einsetzen.

6 ‑ 9, CM1342342

Innovation Labs als Change-Instrument nutzen
Martin Klaffke / Janine Blochowicz

Innovation Labs sollen disruptive Innovationen hervorbringen. Richtig eingesetzt, sind sie in der Lage, als Change-Instrument die Agilität klassischer Unternehmen zu steigern. Voraussetzung ist der konstruktive Austausch zwischen Kernorganisation und Lab.

10 ‑ 12, CM1342345

Ganzheitliche Transparenz und Begleitung des Wandels
Prof. Dr. Frank Bertagnolli / Frank Waible

Die Begleitung von Veränderungen ist schon lange ein wichtiges Thema – ob für einzelne Menschen, Teams, Bereiche oder ganze Organisationen. Damit auf allen Ebenen des Wandels eine Veränderung transparent sowie strukturiert und schließlich erfolgreich umgesetzt werden kann, lohnt sich der Einsatz des Change Canvas.

13 ‑ 15, CM1342348

Schwerpunkt

Mit Strategie zur Klimaneutralität
Frieder Schnabel / Claudia Ricci / Dr. Anna-Lena Klingler

Klimaneutrales Wirtschaften wird immer wichtiger für Unternehmen. Doch viele Führungskräfte wissen nicht, wo sie bei diesem Thema anfangen sollen. Eine Klimastrategie hilft, Orientierung zu geben.

17 ‑ 21, CM1342351

„Das Thema Nachhaltigkeit lässt sich mit klassischen hierarchischen Systemen nicht gut bearbeiten“
Antje von Dewitz im Interview

Der Outdoor-Spezialist Vaude gilt in Deutschland als Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit. Geschäftsführerin Antje von Dewitz hat aber nicht nur das eigene Unternehmen verändert, sondern sie setzt sich schon seit vielen Jahren ebenfalls für einen Wandel in Deutschland ein. Sie will, dass die deutsche Wirtschaft ihre soziale und ökologische Verantwortung wahrnimmt. Interview mit einer Pionierin des nachhaltigen Managements, die sagt, dass es in Deutschland vor allem Mut braucht, denn „man muss akzeptieren, dass man Teil eines Problems ist“.

22 ‑ 27, CM1342354

Von der License to operate zur License to lead
Thomas Krick

In politischen Foren, an der Bar, in der Familie und im Freundeskreis ist man sich meistens einig: Wir
müssen nachhaltiger werden. Auch in Unternehmen ist das Thema nicht mehr wegzudenken. Die Mitarbeiter fragen danach, Vorstände bekennen sich dazu, Investoren fordern es. Aber warum sollen Unternehmen sich überhaupt mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen? Und wie kann der Wandel gelingen? Thomas Krick schreibt hier, wie der Weg zur Nachhaltigkeit ein erfolgreicher wird.

28 ‑ 31, CM1342357

Covid-19 und Nachhaltigkeit: die Chance zum Neuanfang
Tina Teucher

Öffnet die Covid-19-Pandemie das Tor für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen oder verschiebt kurzfristige Bewältigungstaktik das langfristige Denken auf den Sankt-Nimmerleins-Tag? Klar ist: Diese Krise verlangt Veränderungen – und bietet zumindest eine gute Chance, jetzt mit einem neuen Wirtschaften ernst zu machen.

32 ‑ 36, CM1342360

Sustainability Excellence – nachhaltig von Anfang an
Isabelle Kabisch

Das Unternehmen Alfred Kärcher gilt in Bezug auf Nachhaltigkeit als Vorreiter. Der Reinigungsspezialist hat das Thema nicht nur in der Strategie verankert, sondern setzt sich immer wieder konkrete Ziele. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, dass das Thema Nachhaltigkeit das ganze Unternehmen durchdringt und sich jeder einzelne Mitarbeitende verantwortlich fühlt.

37 ‑ 39, CM1342362

Einblicke

Moderne Führung mithilfe wertschätzender Fragen
Carsten Rasche / Verena Voßmann

Was ist „Neue Führung“ und wie nutzen wir sie als Chance? Diese Fragen diskutierten Führungskräfte aus zwei Tochtergesellschaften der EWE AG auf Basis des Appreciative-Inquiry-Ansatzes. Die Großgruppenmethode orientiert sich vor allem an vorhandenen Potenzialen und fördert einen wertschätzenden Weg der Veränderung.

40 ‑ 44, CM1342364

Aus Erfahrung
Felicitas von Kyaw im Interview

Bislang hat sich im Change Management noch kein Konzept als ultimativ richtig erwiesen. Veränderungen in Organisationen verlaufen höchst unterschiedlich. Deshalb sind die Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke der Verantwortlichen auch so verschieden. Uns interessiert die persönliche Perspektive von erfolgreichen Managern und Managerinnen. Diesmal stellt sich Felicitas von Kyaw unseren fünf Satzeröffnungen.

46 ‑ 47, CM1342368

Digital, gehirngerecht und wirksam
Andreas Koch / Patrik Mülhaupt-Zoller / Wolf-Martin Erhard

Die meisten Veränderungsprojekte sind im Arbeitsalltag nur schwer durchzusetzen. Das war auch im Vertriebsbereich des Energieversorgers N-ERGIE AG aus Nürnberg zuerst so. Dann hat man auf den MindBasics-Ansatz und damit auf ein hirngerechtes Vorgehen gesetzt, das dem Thema Veränderung eine völlig neue Schubkraft gegeben hat. Der Fokus liegt dabei auf dem Menschen und seinen Potenzialen, seinen Ideen, seinem Streben und seiner Motivation.

48 ‑ 51, CM1342371

Der neue Innovationsmotor heißt Value-to-Market
Helmut Scherer

Produkte schnellstmöglich auf den Markt zu bringen war jahrzehntelang das Goldene Kalb, um das Manager herumtanzten. Doch im datenorientierten, digitalen Zeitalter reicht eine kurze Time-to-Market-Strategie nicht mehr aus. Gefragt ist ein Ansatz, der eine langfristige, kontinuierliche Wertschöpfung sicherstellt. Kurzum: Es muss eine Value-to-Market-Strategie her.

52 ‑ 55, CM1342373

Debatte
Change maker
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