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Editorial

„I have a dream“, sagte Martin Luther King in Washington D.C. vor dem Lincoln Memorial bei einer der weltweit bekanntesten Ansprachen und zielte auf verbesserte Bürgerrechte für die afroamerikanische Bevölkerung der USA. Seine Rede vor 55 Jahren gilt bis heute als Meisterwerk der Rhetorik. Könnte er heute noch eine Ansprache halten, würde er vermutlich ebenfalls träumen, aber wohl eher vom Recht der Zuhörer auf bessere Präsentationen. Gerade im Change Management sind Präsentationen das kommunikative Herzstück. Und gerade bei Veränderungsprozessen misslingt dabei noch zu viel: Weil nur der Kopf und nicht das Herz angesprochen wird. Weil sich die wichtigste Botschaft auf Chart Nummer 47 unten links versteckt. Weil keine Geschichte erzählt wird, sondern Beweise en masse aufgelistet werden. Weil der Speaker unbewusst Signale sendet, die den Worthülsen auf der Tonspur widersprechen. Weil die Zuhörer auf seine roten Sneaker starren und später von nichts anderem sprechen. Eine exzellente Präsentation kann ungenügende Inhalte nicht übertünchen. Sie kann aber eine sinnvolle Veränderung derart darstellen, dass Akzeptanz und Engagement wachsen. Der Rhetorikexperte Jörg Abromeit verdeutlicht, was selbst erfahrene Vortragsredner immer wieder falsch machen und wie es besser geht – damit die Inhalte zur Geltung kommen (ab Seite 10). Unter dem Motto „Ideas worth spreading“ gelten TED-Talks als Meisterklasse des Präsentierens. Aber es reicht nicht aus, eine attraktive Botschaft zu haben, sie muss ansprechend vermittelt werden. Die Managementberaterin Nalah Schneider zeigt, wie der TED-Effekt auch im Unternehmenskontext gelingt (ab Seite 4). Drei Dinge braucht der Speaker: Message – Beamer – Powerpoint. Selbst nach 25 Jahren geht es nicht ohne dieses Präsentationsprogramm. Was viele nicht wissen: Powerpoint hat sich weiterentwickelt und es gibt interessante Alternativen. Der Präsentationsprofi Peter Claus Lamprecht kennt sie (ab Seite 16).


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Inhaltsverzeichnis
05
28.7.2018
Toolkit

Das Geheimnis des TED-Effekts: Eine Anleitung für inspirierende Kommunikation
Nalah Schneider

Wer Wissen teilen, Begeisterung entfachen, Mitgefühl wecken oder Mitarbeiter auf eine gemeinsame Vision einschwören will, muss vor anderen Menschen sprechen. Selten war das gesprochene Wort mächtiger als heute, in Zeiten der Digitalisierung, flächendeckender Erreichbarkeit und dauerhafter Ablenkung. Aufmerksamkeit wird in unserer schnelllebigen Welt zum Premiumgut. TED-Talks sind das Paradebeispiel für Einflussnahmen mittels präziser und einprägsamer Kommunikation mit hoher Reichweite. Wie der TED-Effekt im Unternehmenskontext erfolgreich eingesetzt werden kann.

4 ‑ 9, CM1276303


Präsentieren in Change-Prozessen
Jörg Abromeit

Die Präsentation ist aus der internen und externen Kommunikation von Organisationen nicht mehr wegzudenken. Kein Veränderungsprozess, der nicht durch bebilderte Vorträge angestoßen und begleitet wird. In der Praxis zeigen sich allerdings große Unterschiede im Know-how der Präsentatoren. Das gilt ganz besonders für Situationen, bei denen Unsicherheit besteht, wie das Publikum die Inhalte aufnehmen wird. Wie Präsentationen so gestaltet werden, dass die Kommunikation gelingt.

10 ‑ 15, CM1276159


Ausbruch aus der Powerpoint-Routine
Peter Claus Lamprecht

In den Unternehmen steht zur Vorbereitung von Präsentationen wenig Zeit zur Verfügung. Die Erstellung darf die sonstigen Aufgaben nicht behindern und muss zügig erledigt sein. Gut, dass Powerpoint schnelles und effizientes Arbeiten ermöglicht. Doch leider fördert das Programm eine Arbeitsweise, die für die Anwender zwar bequem ist, für das Publikum aber oft quälende Langeweile bedeutet. Drei Auswege aus der Powerpoint-Routine führen wieder zu spannenden und wirkungsvollen Präsentationen.

16 ‑ 19, CM1276307


Kraftfeldanalyse: Hemmende und fördernde Kräfte

„Oldies but Goldies“. Es gibt sie nicht nur als beliebte Musikhits aus vergangener Zeit, sondern auch als altbewährte Instrumente bei der Gestaltung des Wandels. In loser Folge stellen wir Change-Tools vor, die keine „One-Hit-Wonder“ sind, sondern von langjährigen Veränderungsprofis sehr geschätzt und gern genutzt werden. Diesmal: Christina Grubendorfer mit ihrem persönlich gehaltenen Plädoyer für die Kraftfeldanalyse.

20 ‑ 22, CM1276161

Corporate culture
Insights
Leadership
Skills

Othering
Martin Claßen / Karl-Heinz Reitz

Der Begriff „Othering“ ist vom englischen Adjektiv „other“ abgeleitet. Seine Funktion liegt in der Differenzierung vom „Anderen“: Über die Assoziationen unnormal, abweichend, befremdlich errichtet es eine Schranke zwischen „uns“, den scheinbar Richtigen, und „jenen“, den anderen und damit angeblich Verkehrten. Das Othering nutzt diese Distanzierung, kann bei Veränderungsprozessen ein Wirgefühl erzeugen und Energien für den Wandel freisetzen. Andererseits birgt die übertriebene Anwendung erhebliche Risiken, besonders für die Zeit nach der Transformation.

46 ‑ 48, CM1276180


Erfolgsfaktoren im Change-Coaching
Jörg Middendorf

Coaching ist seit den 1990er-Jahren zu einer Art Schweizer Taschenmesser im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung geworden. Scheinbar gibt es kein Ziel, das nicht mithilfe eines Coachings noch besser erreicht werden kann. Allzu oft wird dabei gar nicht mehr überprüft, ob Coaching wirklich die beste Methode ist oder ob nicht eine andere Form der Unterstützung geeigneter wäre. Wie kann Coaching dazu beitragen, ein Veränderungsprojekt erfolgreich durchzuführen?

50 ‑ 53, CM1276183


Rollen im Change Management: Betriebsrat: die Konstante
Uwe Hück

Veränderungsprozesse finden in allen Bereichen eines Unternehmens statt. Und sie betreffen vor allem die Menschen, die dem Unternehmen ein Gesicht geben: die Mitarbeiter. Damit sie am Ende nicht in die Röhre schauen, kümmert sich der Betriebsrat um sie.

54 ‑ 55, CM1276187

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