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Management ist keine Wertschöpfung


Die Transformation zur agilen Organisation.

Michael Fleischmann arbeitete bei der metafinanz über 15 Jahre als klassischer Manager, als er durch die Transformation seines Arbeitgebers zur agilen Organisation geschockt wurde. Er war gezwungen, sich neu zu erfinden. Hier berichtet er über seinen ganz persönlichen Wandel – vom „Senior Vice President“ zum „Mutmacher“.

Der agile Wandel hat meine Karriere beendet. Schnell, radikal und unwiderruflich. Dabei war ich so stolz auf alles, was ich bis dahin geleistet hatte. Ich war über 15 Jahre lang erfolgreicher Manager und geschätzte Führungskraft der metafinanz und nun sollte das alles nichts mehr wert sein? Anfangs stand ich unter Schock, dann reagierte ich mit Ablehnung. All diese neuen Organisationsmodelle würden sowieso nicht funktionieren, dachte ich. Nach wenigen Monaten werde man das Thema agile Organisation zu Grabe tragen und uns Führungskräfte wieder einsetzen. Doch nichts davon geschah.

Kundenbedürfnisse im Blick

Die metafinanz setzte jetzt auf autonome, selbstorganisierte Teams, die wie Unternehmen im Unternehmen funktionieren sollten und die für Einnahmen und Ausgaben sowie den Vertrieb selbst verantwortlich gemacht wurden. Die Führungsstrukturen wurden radikal zurückgefahren und Positionen wie Abteilungsleiter und Key Accounts aufgelöst. In der Startphase des Umbaus brach teilweise heilloses Chaos in der metafinanz aus, jedoch zeigten sich schnell erstaunliche Entwicklungen.

Die Teams optimierten Kostenstrukturen und Kundenbeziehungen in einer Art und Weise, wie ich sie mir bis dahin nicht vorstellen konnte. Offensichtlich hatten sie einen besseren Überblick über die Kundenbedürfnisse als wir vormalig verantwortlichen Manager. Damit blamierten sie uns auf ganzer Linie und gaben unserer Geschäftsleitung allen Grund, am radikalen Wandel des Unternehmens festzuhalten.

Mein Status als Macher erodierte und ich stürzte in ein Tal der Tränen.

Ich war am Kern des agilen Wandels angelangt, am Kern jedes Wandels. Es ging jetzt nicht um die metafinanz oder irgendeine Organisationsform, es ging um mich selbst. War ich in der Lage meine Haltung zu verändern und den Wandel zu gestalten? Würde ich mich offen und mutig den Veränderungen stellen oder einfach davonlaufen? Letztendlich ging es um die Frage: Gehen oder bleiben?

Wie Michael Fleischmann seinen Wandel vom Manager zum Mutmacher geschafft hat? »Lesen Sie den gesamten Beitrag hier kostenfrei

Zum Autor 

Michael Fleischmann ist Diplom-Mathematiker und arbeitet bei metafinanz als Organisationsentwickler, Transformation Coach und Mutmacher. Davor war er in dem Unternehmen unter anderem Entwickler und IT-Projektleiter, klassische Führungskraft sowie Business Line Manager und Key Account Manager.


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