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Kontraste: Geld wirkt (nicht)


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Kontraste greift kontroverse Debatten auf. Zwar ist im Change Management nichts nur so oder nur anders. Mittelwege bieten meist die besseren Lösungen. Deutliche Positionen helfen aber, die eigene Sicht- und Vorgehensweise zu klären. In dieser Debatte zwischen Dr. Reinhard K. Sprenger und Marcus Veit geht es um eine der klassischen Fragen im People Management, ob Geld eine motivierende Wirkung entfaltet – etwa bei Veränderungsprozessen – oder ob das Monetäre nicht so zieht.

Einerseits …
Marcus Veit: Wenn Leistung gut gemessen wird, und dies gelingt meist besser als man zunächst denkt, dann soll sie auch entsprechend vergütet werden. Gute Vergütungssysteme helfen, dass Menschen sich für die kurz- und langfristigen Unternehmensziele einsetzen. Sie sind unverzichtbar für eine gute Governance.

… andererseits
Dr. Reinhard K. Sprenger: Nur solche Unternehmen sind erfolgreich, die ihre Mitarbeiter als Individuen sehen und ihnen mit Vertrauen begegnen. Motivation mittels Fremdsteuerung durch Anreize bringt wenig bis nichts. Viel wichtiger ist der eigene Antrieb eines Menschen.

In der modernen Ökonomie gilt Geld als Tausch- und Zahlungsmittel. Den Begriff gab es bereits in der althochdeutschen Sprache vor tausend Jahren – „gelt“ bedeutete Vergeltung und Vergütung. Es scheint schon lange klar zu sein, dass man für Geld eine Gegenleistung erwarten kann: warum denn nicht auch die Motivation der Führungskräfte und Mitarbeiter, etwa zur Mitwirkung bei Veränderungen?

Wenn Mitarbeiter ihren Ansporn ausschließlich aus ihrer Tätigkeit ziehen, hätten extrinsische Anreize keinen Wert mehr. Und wenn mehr Geld nicht mehr Leistung bedeutet, dann bräuchten Unternehmen keinen Cent für Bonuszahlungen ausgeben.

„Wähle einen Job den du liebst und du musst nie wieder arbeiten“
(Konfuzius)

Die Fülle an klugen Zitaten zu Geld und seiner Wirkung ist unermesslich. Lassen wir dies und fragen zwei ausgewiesene Experten zu ihren Argumenten. Was genau bewirkt das Geld, mehr Geld, steigt damit die Motivation und letztlich die Performanz – kurzfristig oder sogar langfristig? Oder bringen die materiellen Goodies keinen zusätzlichen Push, zumal der wesentliche Ansporn zur Mitwirkung in Organisationen auf ganz anderen Antreibern basiert?

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Zum Autor

Marcus Veit ist Managing Partner bei FehrAdvice in Zürich. Die Erkenntnisse der verhaltensökonomischen Forschung bringen er und seine Kollegen ein, wenn es um die Analyse der Wirkungen von Vergütungssystemen auf menschliches Verhalten geht.

Dr. Reinhard K. Sprenger aus Winterthur, Schweiz, gilt als einer der der profiliertesten Leadershipexperten in Mitteleuropa. Bestseller von ihm wie „Mythos Motivation“ haben das Führungsverständnis zahlreicher Manager nachhaltig verändert.


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